3. Tag (5.11.1997): Tag des Gelobten Landes


Obwohl einige fast nicht aus dem warmen Bett kamen, ging es dann doch noch rechtzeitig los: Um diesmal den Berg Nebo zu besichtigen. Dort starb Moses, nachdem er das Gelobte Land gesehen hatte. Ehrfürchtig sahen auch wir hinab auf das Gelobte Land, und auch wenn es sich nicht wesentlich von einem anderen Land unterschied, wurden trotz Nebel, der die Sicht etwas nahm, massenweise Fotos gemacht. In der als Gedenkstätte errichteten Kirche konnte man beeindruckende Mosaike bewundern, und die Geschichte dieses heiligen Ortes wurde ebenfalls gleich mitgeliefert.

Dann ging es hinunter in die Stadt Madaba, wo wir wiederum eine Kirche besuchen konnten, die ebenfalls mit kunstvollen Mosaiken ausgekleidet war. Auf dem Mosaik war eine biblische Landkarte von Jordanien, Syrien, Israel, Ägypten und dem Toten Meer dargestellt.

In Madaba besuchten manche noch kurz einen Coffee-shop, wo man sich an Erfrischungen laben konnte. Ein paar bestellten sich auch etwas zu essen. Leider dauerte das Kochen so lange, daß man das Mittagessen erst im Bus einnehmen konnte.

Während die einen also aßen, schliefen die anderen friedlich, und als man nach langer Fahrt in einer Oase eine kurze Rast einlegte, stellten manche erschrocken fest, daß man sich schon mitten in der Wüste befand. Am Abend kam man erschöpft in Petra an, und stark motiviert pilgerten alle zum Pool, den man sogleich ausnützen wollte. Allerdings hielt das eiskalte Wasser viele davon ab. Aber andere nützten es richtig aus und waren im Wasser, bis die Sonne unterging. Wieder andere machten sich mit Hr. Prof. Hütterer zu einem Lauf durch Petra auf. Dieser war angeblich eher ein Spaziergang.

Als der Mond aufgegangen war, versammelte man sich auf dem Dach des Hotels, um sich Sternbilder anzusehen. Anscheinend hatte die Wüstensonne schon jetzt einige Köpfe verwirrt, und einige wenige Schüler brachten den Rest der Klasse zur Weißglut. Die Sternbilder sah man übrigens sehr gut, und die Ringe des Saturns waren durch das Fernglas gut zu erkennen.

Danach dauerte es noch einige Zeit, bis Ruhe im Hotel herrschte, da man herausgefunden hatte, wie das interne Telefonnetz funktionierte, und alle 10 Sekunden läutete irgendwo das Telefon, weil man sich mehr oder weniger wichtige Sachen mitteilen wollte (z.B.: Freddy ruft mit leicht jordanischem Englisch bei Ingrid an: „Petra Palace Room Service. You ordered two bottles of champagne.. please pay it now.." „I didn’t order anything"... usw).


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