4. Tag (6.11.1997): Tag von Petra
Die 28 mutigen Entdecker machten sich an diesem Donnerstag auf, um die wunderbare Totenstadt Petra zu durchforsten. Trotz sengender Hitze beschlossen sie, die Reitmöglichkeit auszuschlagen, und machten sich zu Fuß auf den Weg in den Siq (Felsenschlucht), der in die verborgene Stadt führte. Im Siq war es zum Glück schattig, und so war man froh, nicht das teure Pferdekutschentaxi gewählt zu haben. Schon in der Schlucht erzählte uns Osama Wissenswertes über die Kultur der Nabatäer, und endlich beim Schatzhaus angelangt, erwarteten viele, daß Indiana Jones jeden Moment vorbeigehetzt kommt. Wir sahen unser erstes jordanisches Kamel, und auf einmal war es wichtiger, das Kamel zu fotografieren als das Schatzhaus abzulichten. Das nächste Problem waren die vielen Touristen, die ebenfalls diese Idee hatten und sich nun um das Tier scharten.
Nachdem wir auch das Schatzhaus gründlich studiert hatten, ging es weiter zum über 1000 m hoch gelegenen Opferplatz. Während des anstrengenden Aufstiegs, der an das alpine Gefilde zu Hause erinnerte, obwohl die Berge hier rot waren, überlegte man schon, wen man oben opfern wollte. Doch ein Wind des Schicksals kam dazwischen und wehte Julias Strohhut ein paar Meter den Berg hinunter. Philips Abenteurerherz schlug höher, und todesmutig sprang er dem Hut nach. Zur Belohnung durfte er auf einem von Helenas hervorragenden Dias posieren. Der Abstieg glich einem Almabtrieb, und einige verirrte Schäfchen fanden nur schwer den Weg zur Herde zurück
Auf der Raststation traf man sich auf ein abgelaufenes Joghurt wieder. Das Joghurt war übrigens noch immer genießbar.
Beim anschließenden Rückzug nahmen einige doch das Angebot des Reitens an, andere weigerten sich standhaft, den Weg auf den stinkenden Pferden zurückzulegen. Dies war allerdings nicht sehr leicht, da die Pferdebesitzer einem am Eingang in den Siq schon auflauerten, sich einem in den Weg stellten und einen regelrecht mit Angeboten überrumpelten.
Danach ging es nach Aqaba, in unser letztes Hotel. Dort wurde der etwas wärmere Swimmingpool des ****- Luxushotels getestet. Nach einem kurzen Ausflug in die Innenstadt fiel man müde in das weichste Bett der bisherigen Jordanienreise.