Anpassungen der Tiere an Wüstenökosysteme
| Umweltfaktoren | Säugetiere | ||||
| Vögel | Wirbellose |
| hohe Lufttemperatur (bis 52 °C) |
| geringe Luftfeuchtigkeit (20-25 % rel. Feuchte) |
| starker Windeinfluß |
| Wasserknappheit |
| Nahrungsknappheit |
| weiträumige Verbreitung bei geringer Individuendichte |
| hohe Bodenoberflächentemperatur (in Steinwüsten 70 - 80 °C) |
Maßnahmen gegen den Wassermangel
Räuber (Carnivore: Schakal,Wüstenfuchs) nehmen genügend Wasser mit der Beute auf. Pflanzenfresser (Herbivore: Sandmaus) nehmen Wasser mit ihren Futterpflanzen auf. Dabei gelangt aber viel Salz in den Körper der Tiere. Durch die Ausscheidung eines konzentrierten Urins wird der Salzüberschuß reguliert. Fressen von Nüsse setzt im Stoffwechsel Wasser aus den Fetten frei (metabolisches Wasser). In Extremsituationen tritt die Trockenruhe oder der Trockenschlaf ein. Größere Säugetiere speichern Fett è metabolisches Wasser (Kamelhöcker, Buckelrind, Fettschwanz bei Schafen)
Regulation der
Körpertemperatur bei Kamelen
Kamele können tagsüber ihre Körpertemperatur auf 40° hinaufsetzten, in der Nacht kühlt der Körper wieder aus. Weiters können sie mit Hilfe des "Wundernetzes" die Bluttemperatur im Gehirn gegenüber der Körpertemperatur absenken. Im Wundernetz findet ein Wärmeaustausch zwischen den Arterien des Gehirns und dem venösen Blut aus der Nasenschleimhaut statt. Beim Hecheln wird an der Nasenschleimhaut Wasser verdunstet. Die dazu nötige Verdunstungswärme wird dem venösen Blut entzogen. Die Arterien des Gehirns ziehen durch ein Netz von gekühlten Venen und werden dadurch ebenfalls gekühlt. So ist es den Kamelen möglich die Temperatur des Blutes im Gehirn um bis zu 3 °C unter der Körpertemperatur zu halten.

Körpertemperatur
Vögel besitzen keine Schweißdrüsen. Deshalb hecheln sie mit bis zu 40 Atemzügen pro Minute Luft durch ihr Luftsacksystem. Dadurch verdunstet Wasser an den Wänden der Atmungsorgane und die Verdunstungswärme wird dem Blut entzogen. Eine andere Methode ist das Abspreizen der Federn und Flügel. Da die Vögel so eine größere Körperoberfläche erhalten kann die Körperwärme besser abgeleitet werden. Besonders bei Wind ist diese Methode wirkungsvoll. Geier steigen in den Mittagsstunden in über 1000 Meter Höhe, um der Hitze zu entkommen. Dabei verlieren sie wenig Energie, weil sie beim Fliegen die Thermik ausnützen.
Wasseraufnahme
Viele Vögel fliegen in den Morgenstunden und in der Abenddämmerung zu weiter entfernteren Wasserstellen (bis zu 50 km). Größere Vögel nehmen genug Wasser über ihre Beute auf.
| Bei einem Jahresniederschlag von mehr als 500 mm entwickeln sich die Pflanzen so stark, daß sich auch Heuschrecken stark vermehren. Folgt im Jahr der zweiten Generation ein Jahresniederschlag von unter 500 mm, dann herrscht für die Heuschrecken Nahrungsmangel und sie häuten sich zu rot-orangen Tieren (Wanderform). Es kommt zur Abwanderung des Schwarms, wobei die Tiere in großer Höhe fliegen und mit dem Wind ziehen. Wanderheuschrecken richten extremen wirtschaftlichen Schaden an, da ein Schwarm von 2 Milliarden Tieren 3000 t Nahrung pro Tag benötigt. | ![]() |
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Die Skorpione besitzen als Verdunstungsschutz eine sehr dicke Cuticula. Die Tiere sind nachtaktiv und vergraben sich tagsüber bis zu einem Meter tief im Sand. Die Wüstenarten sind sehr groß, um das Verhältnis zwischen Volumen und Oberfläche zu verbessern. Skorpione können in der Dürrestarre ein Jahr ohne Wasser- und Nahrungsaufnahme überleben. Die Gifte einiger Skorpione können auch für den Menschen gefährlich werden. Skorpiongifte verursachen Nekrosen (Absterben von Gewebe). Stiche von gefährlichen Skorpionen können daher oft nur durch Amputation des betroffenen Körperteils behandelt werden. <Skorpionspur> |
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