Amman


Geschichte
Sehenswertes in Amman

Amman hat 1,6 Millionen Einwohner und liegt im Norden Jordaniens. Die Stadt (Hauptstadt Jordaniens) wurde ursprünglich auf 7 Hügeln erbaut. 1950 wurde sie offiziell Hauptstadt von Jordanien. Amman ist Haupthandelszentrum des gesamten Königreiches und ist Knotenpunkt vieler Handelsrouten.

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Nach dem Zerfall des griechischen Reiches unter Alexander dem Großen errichtet der Seleukide Ptolemaios II Philadelphios zw. 285 und 246 v. Chr. auf dem heutigen Zitadellenhügel die ersten Bauwerke von denen allerdings nichts mehr erhalten ist, aber den Name der Stadt blieb: Philadelphia.

Unter dem röm. Feldherren Pompeius trat Philadelphia dem halbautonomen Städtebund Dekapolis bei. Im 1. Jahrhundert n. Chr. entstanden dann jene klassischen Bauwerke rund um das Amphitheater auf dem die jordanische Hauptstadt heute so stolz ist. Nach der Teilung des röm. Reiches residierten christliche Bischöfe in Philadelphia, das im frühen Mittelalter mehr und mehr Amman genannt wurde und seit der Eroberung durch die islamischen Truppen des Propheten im Jahre 637 endgültig diesen Namen trägt. In den folgenden Jahrhunderten wird die Stadt zunehmend bedeutungslos und zerfällt.

Erst 1878 siedelt die türkische Regierung moslemische Tscherkessen aus dem russischen Zarenreich an und wählt Amman als Ort dieser Völkerverschiebung. Nach dem Sieg über die Türken durch britische und arabische Truppen wird Amman 1921 Hauptstadt des neuen tranjordanischen Emirats, und als sich die Briten nach dem 2. Weltkrieg aus dem von ihnen mitverursachten Chaos im Nahen Osten zurückzogen, erklärte König Abdullah im Zuge des arabisch-israelischen Krieges Amman offiziell zur Hauptstadt des Haschemitischen Königreiches Jordanien, zu dem das Gebiet der West Bank gehörte.

Erdbeben veränderten das Stadtbild insofern, daß die reiche Bevölkerung ihre oft noch in alter Tradition aus Holz und Lehm erbauten Behausungen gegen Steinbauten tauschte und auf den Hügeln siedelte.

Amman ist Verhandlungszentrum und ein beliebter Ort für internationale Konferenzen.


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Römisches Theater       König Abdullah - Moschee
Zitadellenhügel       Die Hügel Ammans

zurückRömisches Theater

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Es entstand im 2. Jahrhundert unter griechisch-römischer Herrschaft und bot Schauspiele und Tierkämpfe. Es ist in den Hang gebaut, hat 44 steile Reihen, 6000 Plätze und eine erhöhte Bühne. Wegen seiner hervorragenden Akustik wird es auch heute noch bespielt, zur Zeit wird es allerdings restauriert.

zurückZitadellenhügel

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Tempel des Marc Aurel

Der von Römern einst bewehrte „Tebel al-Quala’a" ist heute großteils ein Ruinenfeld. Sehenswert sind die drei Säulenreste des Tempels von Marc Aurel, der irrtümlicherweise als Herkulesheiligtum bezeichnet worden war.

Die Zisterne, die im Nordteil der Stadt erhalten blieb, ist noch gut sichtbar. Sie wurde aus dem Fels geschnitten und gehauen. Die Zitadelle wird zur Zeit restauriert und man versucht, ihr wieder ein ursprüngliches Kuppeldach aufzusetzen. Über ihre Funktion ist man sich noch nicht ganz einig (Kirche, Moschee, Palast, ...) Im Verwaltungsgebäude sind noch Teile des Mosaikbodens erhalten.

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Byzantinische Kirche

Über einem Teil der Anlage wurde später eine byzantinische Kirche gebaut. Die Säulenstraße zwischen Zitadelle und Verwaltungsgebäude ist ebenfalls sehr gut erhalten.

zurückKönig Abdullah - Moschee

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Detail der Abdullah - Moschee

Sie ist die größte Moschee Ammans und wurde 1989 von König Hussein zu Ehren seines Großvaters erbaut. Die große Kuppel erinnert an den Felsendom, da sie sich ohne Abstützung über dem Zentralschiff (Männergebetsraum) erhebt. Außerdem verfügt sie noch über zwei Minarette und einen eigenen Frauengebetsraum.

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Männergebetsraum

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Blick vom Zitadellenhügel auf das Amphitheater

Auf dem östlichsten (Jabal al-Quasour) ist der königliche Palast, der aber nicht besichtigt werden kann. Der angrenzende Hügel ist der Zitadellenhügel (Jabal al-Quala’a), gegenüber liegt ein bevorzugtes Wohngebiet, zu dessen Füßen das röm. Amphitheater liegt (Jabal al-Jaufa). Zu den „feinen" Bezirken gehört der Jabal al-Amman, auf dem sich Botschaften, Hotels und Ministerien befinden. Am nördlich gelegenen Jabal al-Hussein befindet sich die König Abdullah Moschee.


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