Aqaba

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Die 325km von Amman entfernte Stadt Aqaba, wird auch Ayla genannt, stellt die einzige Verbindung Jordaniens mit dem Meer dar Auf einem Gebiet von 20km2 wohnen ca. 80000 Menschen. In einem Jahr kommen Touristen nach Aqaba, aber es ist auch auf Grund des angenehmen Klimas ein Erholungsziel für die Jordaner selbst. Die

Hauptattraktion Aqabas ist die Unterwasserwelt und die großartige Taucherwelt. Für Jordanien ist Aqaba das Tor zur Welt und ungemein strategisch wichtig. Es ist nicht nur Dreh- und Angelpunkt für Wasser Landtransporte, sondern auch sehr bedeutend für die Industrie Jordaniens. Gemeinsam mit dem israelischen Eilat wird ein internationaler Flughafen gebaut, um den Tourismus zu fördern. Seit dem Jahre '94 besteht die Möglichkeit eines Tagesvisums für Israel oder Jordanien zu erlangen.

Geschichte

Das frühere Ayla erhielt im 14. Jahrhundert von den mameluckischen Sultanen aus Ägypten den Namen Aqaba. Die Geschichte der Stadt kann bis in die biblische Zeit zurückverfolgt werden. König Salomon errichtete als erster einen Seestützpunkt und 106 v Chr. nahmen die Römer Aqaba ein. Im 4. Jahrhundert nach Christus übernahmen die Byzantiner die Herrschaft. Als 630131 der Islam die Völker des Roten Meeres erreichte, nahmen islamische Krieger die Stadt ein. Zu dieser Zeit erhielt die Stadt den Beinamen "Tor nach Palästinas. Im 12. Jahrhundert beherrschten die Kreuzfahrer Aqaba und errichteten eine Festung auf einer 7km vor der Stadt liegenden Insel. Nachdem im 14. Jahrhundert die ägyptischen Mameluckensultane die Herrschaft an sich gerissen hatten, regierten 400 Jahre lang die Osmanen in der Stadt. Aqaba verkam dabei zu einem ruhigen Fischerstädtchen. Erst wieder im 20. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung und spielte ein Schlüsselfunktion im arabischen Aufstand. 1917 nahm T. E. Lawrence Aqaba ein und ermöglichte damit den Waffentransport per Schiff aus dem l. Weltkrieg sicherten die Engländer Aqaba den Jordanern. 1965 wurde zu Saudi-Arabien nach Osten hin verschoben, dennoch ist Aqaba durch Staats- und Aufgrund des engen Raums entstehen Probleme zwischen Industrie und die Verladung des Rohphosphats (Jordaniens wichtigster Exportartikel) den Korallenriffen des Roten Meeres (Tourismusattraktion) schadet.

Gesellschaft

Der größte Teil der Bevölkerung kommt aus südlicheren Gebieten, da die ursprünglichen Einwohner ihr Land an Hoteliers oder an Transportfirmen verkauft haben und nach Amman gezogen sind. Das Parlament wird von zwei alteingesessenen Familienclans beherrscht (Kaberity und Madi). Ein Großteil der Hafenarbeiter stammt aus Indien, Ägypten und Pakistan. Sie können ihre Familien aber nicht nach Jordanien mitnehmen und haben, weil Aqaba sehr konservativ ausgerichtet ist, einen niedrigen sozialen Rang.


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