Beduinen in Jordanien

Die Beduinen bewohnen das Gebiet des Wadi Rums. Durch die schwierigen Lebensbedingungen (z.B.: Sandstürme, giftige Tiere,...) schließen sich 5 - 7 Familien zusammen und bilden Gruppen von bis zu 60 Personen. Die Zelte werden von den Frauen aus Schafs- und Ziegenwolle gewebt. Das Frühstück der Beduinen besteht aus Brot und Käse und das Mittagessen aus Brot und Butter. Zu den Mahlzeiten wird Tee getrunken. Die Männer sind tagelang auf der Suche nach einer neuen Wasserquelle, während die Frauen den Haushalt führen. Die Mädchen werden mit Eseln zu den Wasserquellen geschickt, um Wasser zu holen. Sie treffen dort junge Männer und heiraten im Durchschnitt mit 16 Jahren, wobei die Männer 19 Jahre alt sein sollten. Zuerst wird die Mutter über die Heirat informiert, dann wird der Vater um die Zustimmung gebeten. Das Brautgeld wird mit Ziegen, Schafen und Kamelen beglichen. Nach der Heirat bezieht das Paar ein Zelt neben dem Zelt des Vaters der Braut. Bei einer Geburt eines Jungen wird ein großes Fest gefeiert, Geldspenden und Gold werden überreicht. Es ist wichtig, daß das älteste Kind ein Junge ist. Die Beduinen entwickelten eine eigene Sprache, die von den Arabern nicht verstanden wird.

Kopftücher der Beduinen

Da das Wüstenklima viel Staub und beträchtliche Temperaturschwankungen mit sich bringt, tragen die Beduinen Kopftücher. Die Farbe der Tücher gibt Auskunft über seinen Träger:
rot - weiß   Jordanier
schwarz - weiß   Palästinenser
weiß   Dörfler und Bauern

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