Jerash

Triumphbogen Hadrians     Cardo Maximus
Ovales Forum     Nymphäum
Südtheater     Zeustempel

Jerash ist ein typisches Beispiel für eine römische Provinzstadt. Die Römer waren jedoch nicht die Ersten, die diesen Ort entdeckten, denn die frühesten Siedlungsspuren gehen auf die Bronze- bzw. Eisenzeit zurück. Danach folgten die Griechen. Das eigentliche Stadtleben erblühte erst nach der römischen Eroberung.

Triumphbogen Hadrians

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Triumphbogen Hadrians

Unsere Reise in die Vergangenheit begann beim Triumphbogen Hadrians (129 n. Chr.). Dieser liegt außerhalb der Stadtmauern und wirkt schlicht und majestätisch zugleich. Das Bauwerk mit drei Bögen ist von drei Halbsäulen umrahmt, die mit Akanthusblättern verziert sind. Durchschreiten wir diesen Bogen kommen wir zum Hippodrom. Auf Grund der Funde von Pferde- und Kamelställen schließt man auf einen Rennplatz oder wegen der immensen Größe auf einen Sammelplatz der Karawanen. In der Nähe entdeckte man einige Felsengräber aus römisch-byzanthinischer Zeit, in denen nur die angesehensten Bürger bestattet wurden. Doch der eigentliche Zugang zu Jerash ist das Südtor. Die Stadtmauer selbst ist drei Kilometer lang und drei Meter breit.

Ovales Forum

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Ovales Forum

Betritt man die Stadt, kommt man zu einem riesigen, ovalen Forum. 56 ionische Säulen umgeben den Platz, auf dem sich das gesamte gesellschaftliche und politische Treiben abspielte. In der Mitte des Platzes befindet sich eine Säule mit einem Fries aus Metall, auf dem zeitweise eine Fackel entzündet wird. Schon damals gab es eine Wasserleitung unter dem Platz.

Cardo Maximus

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Cardo Maximus

Auf einer Seite des Forums öffnen sich die Säulen zur Cardo Maximus, der Hauptverkehrsstraße der Stadt Jerash. Diese Straße, auch Königsstraße genannt, wird von ionischen Säulen (später durch korinthische ersetzt) gesäumt.Von dort aus erreicht man über eine Treppe die Kathedrale, die mit dem Baumaterial des Dionysostempel errichtet worden war. Außer dem prächtigen Portal sind noch einige Fragmente von Mosaiken erhalten.

Nymphäum

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Nymphäum

Neben der Kathedrale befindet sich eine Brunnenanlage, das Nymphäum. Das von den Statuen aufgenommene Wasser floß dann aus einem mit Löwenköpfen verzierten Becken. Der gesamte Brunnenkomplex wurde durch eine Hallenkuppel in Form einer Muschel abgeschlossen. Auf dem weiteren Weg der Königsstraße sahen wir die Omayadenmoschee. Sie war die einzige in Jerash. Daneben befand sich die Thermenanlage, die ebenso nach röm. Tradition gebaut wurde. Dann kamen wir zum Artemistempel. Der imposante Tempel war der Schutzgöttin Diana geweiht. Für die heiligen Waschungen befanden sich charakteristische Waschbecken vor dem Opferaltar. Auch die korinthischen Säulen des Tempels sind gut erhalten.

Nicht weit vom Arthemistempel sind die Überreste des Nordtheaters zu finden. Das Theater erreicht eine Sitzkapazität von über 1600 Plätzen. Wie der Artemistempel wurde später auch das Nordtheater zur Arbeitsstätte der Keramikherstellung degradiert. Wir setzen unsere Reise zu den drei byzantinischen Kirchen, die Kirche der heiligen Kosmas und Damian, die Kirche Johannes des Täufers und die Kirche des heiligen Georgs, fort. Bei diesen Kirchen handelt es sich um die besterhaltenen Bauwerke dieser Epoche. Interessante Überreste wertvoller Mosaike, mit denen der Boden verziert war, sind dort immer noch zu bewundern. Der Gedankengang drei Kirchen nebeneinander zu bauen, ist jedoch nicht eindeutig nachvollziehbar. Eine Theorie besagt, daß die drei Kirchen deshalb so nahe nebeneinander gebaut wurden, damit am selben Tag drei Gottesdienste gefeiert werden konnten.

Südtheater

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Südtheater

Die nächste Station war das größte und beeindruckendste römische Theater von Jerash, das Südtheater. 3000 Personen hatten darin Platz. Die 32 Ränge waren zum Teil mit griechischen Ziffern markiert. Durch die Ausrichtung des Bauwerkes längs der Nordwestachse wurde verhindert, daß das Publikum von der Sonne geblendet werden konnte.

Zeustempel

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Zeustempel

Die letzte Sehenswürdigkeit war der Zeustempel. Vermutlich handelt es sich hier um einen griechischen Tempel. Darauf folgen die Reste eines römischen Tempels. Dieser lag erhöht auf einem Unterbau und konnte durch einige Stufenreihen erreicht werden. Mit seinen 15 Meter hohen korinthischen Säulen wirkt der Tempel sehr imposant.

Wir verließen die größte und besterhaltene römische Ausgrabungsstätte der ganzen Welt durch den Triumphbogen, durch den uns auch der Eintritt in diese historische Stadt gewährt wurde.


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