Landschaftsformen


Im Westen durchzieht in N-S Richtung der Jordangraben das Land; er hat eine Länge von ca. 400 km. Seine tiefste Stelle erreicht er am Toten Meer (395 m u.N.), an dem Jordanien einen Anteil von 755 km² besitzt. Östlich des Jordan liegt das ostjordanische Bergland mit Höhen bis zu 1754 m (Djabal Ram). Es geht im Osten in Wüsten über, die von Wadis durchzogen sind. Im Nordwesten breitet sich Steppen- und Buschland aus.

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Blick vom Berg Nebo in den Jordangraben

Die wohl auffälligste Erscheinung im Landschaftsbild Jordaniens ist der Jordangraben. Die Bergländer zu beiden Seiten ragen zwischen 1000-1600 m über die Grabensohle auf. Sie sind durch tief eingeschnittene Flüsse vielfach in schwer zugängliche, landschaftlich sehr eindrucksvolle Gebirgslandschaften gegliedert. Der Graben ist 410 km lang und zwischen 6 und 12 km breit. Er wird auf einer Länge von 180 km vom Jordan, dem tiefstgelegensten Fluß der Erde, durchflossen Seine nördl. Zuflüsse sind Dan, Hasbani und Baniyas. Den See Genezareth erreichen jährlich etwa 600 Mio. m³ Wasser; beim Verlassen sind es durch die starke Verdunstung nur noch 450 Mio. m³. Durch weitere Zuflüsse werden es bei der Mündung ist Tote Meer rund 1,2 Mrd. m³ Wasser/Jahr.

Östlich des Jordangrabens zieht sich eine ausgedehnte Kalktafel mit einzelnen Aufwölbungen hin. Östlich dieser Bergländer erstreckt sich die ostjordanische Wüstentafel, die zwei Drittel von Ostjordanien umfaßt. In diesem von rund 200000 Beduinen bewohnten Gebiet gibt es nur einigen Brunnenoasen. Das im Norden gelegene Bergland von Gilead erreicht eine mittlere Höhe von 1000 m. Angebaut werden Getreide, Tabak, Wein und Obst. Schaf- und Ziegenhaltung ist ebenfalls sehr verbreitet. Mittelpunkt dieser Gegend ist die Stadt Irbit. Im Süden ist das Bergland niedriger; es gibt hier mehr Dörfer als im Norden. Wichtigste Stadt ist As Salt, die nicht weit von Amman entfernt ist.


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