Madaba

Madabas Geschichte begann in biblischen Zeiten, doch berühmt wurde das Bistum erst unter byzantinischer Herrschaft. Inspiriert durch Musterbücher, die in der ganzen byzantinischen Welt verbreitet waren, entstand eine gewisse Strenge und Ähnlichkeit, der verschiedenen Mosaike. Im 6. Jh. entwickelte ein byzantinischer Architekt in rund 11 000 Arbeitsstunden eine Mosaikkarte vom ganzen östlichen byzantinischen Reich. Die Karte reicht von Tyrus und Sidon bis zum Nildelta in Ägypten und vom Mittelmeer bis zur östlichen Wüste. Allerdings ist es keine topographische sondern eine religiöse Karte. Heute sind nur noch wenige Ausschnitte der ursprünglichen Karte vorhanden, da man die einzelnen Mosaiksteine an Touristen verkaufte. Ein weiterer Schlag war das verheerende Erdbeben 749 n. Chr., nachdem bis ins 19. Jh. keine schriftlichen Aufzeichnungen über Madaba mehr gefunden werden konnten. Erst 1898 wurde die griechisch – orthodoxe St. Georgskirche über die helenistischen Ruinen gebaut.

Madaba - Mosaik
Mosaiklandkarte in der St. Georgskirche in Madaba

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